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Vor kurzem erhielt die Tierhilfe Griechenland den Hilferuf einer deutschen Austauschstudentin von der Universität in Ioannina in Griechenland.
Sie berichtete folgende schlimme Geschichte, die uns Tierschützern leider nicht unbekannt ist, weil Vergiftungen in Griechenland leider immer noch an der Tagesordnung sind.
In der Nacht von Sonntag zu Montag, dem 6.6.2010 hat eine unbekannte Person/ Personen auf dem Campusgelände der Universität von Ioannina in Nordgriechenland über 20 Hunde vergiftet. Die vergifteten Hunde lagen tagelang auf dem ganzen Unigelände verteilt. Da noch weitere Hunde vermisst werden, ist davon auszugehen, dass auch sie vergiftet wurden und sich zum sterben zurückgezogen haben. Weil das Gebiet der Universität sehr viele Felder mit hohem Gras umfasst, ist es schwierig zu sagen wie viele noch vergiftet wurden, da die Kadaver noch nicht gefunden sind.
Verpackungsmaterialien von Fleischprodukten und Salami wurden in Nähe der Hunde in Abfallcontainern gefunden und bringen die Vermutung auf, dass diese Produkte vergiftet an die Hunde verteilt wurden. Verschiedene Insekten und Rattengifte wurden in der Vergangenheit für denselben Zweck benutzt. Bis jetzt ist noch nicht genau geklärt, welches Gift benutzt wurde.
Mehrere Hunde wurden gefunden und waren noch am Leben, verstarben jedoch kurz danach. Es war nicht möglich, die vergifteten Hunde zu retten. Die Hunde wurden auf dem ganzen Campusgelände gefunden, von der Philosophischen Fakultät, über die Medizinfakultät, bis hin zum Zentrum für Griechische Sprache, welches etwas außerhalb des Hauptgeländes der Universität liegt. Dies lässt vermuten, dass diese Aktion sehr gut vorbereitet und geplant gewesen ist, und dass die, die diese Tat ausgeführt haben, sehr genau wussten, wo auf dem Gelände Straßenhunde leben.
Das Universitätsgelände von Ioannina und die umliegende Gegend sind seit vielen Jahren Lebensort für ausgesetzte Hunde und Welpen. Ständig kommen neue hinzu. Nach der Vergiftungsaktion von letzter Woche leben ungefähr noch 25 Hunde auf dem Gelände. Nur sehr wenige Menschen setzten sich aktiv für das Wohl der Tiere ein, die meisten von Ihnen Privatpersonen. Weil ständig neue Hunde ausgesetzt werden, ist es schwierig zu verfolgen, welche Hunde neu ausgesetzt wurden und Geld für die Impfung und Sterilisation zu finden. Nur einen Tag nach der Vergiftung am Dienstag dem 7.6.2010 wurde ein junger Hund auf dem Gelände ausgesetzt!
Diese Situation kann nicht so weitergehen! Es ist wohl bekannt, dass das Vergiften von Hunden in Griechenland kein neues Phänomen ist. Nichtsdestotrotz, diesmal ist diese abscheuliche Tat auf einem Universitätsgelände verübt worden, einem öffentlichen Raum, der von Hunden und Menschen geteilt wird, weil es einfach keine Alternativen gibt. Die Uni Administration hat wenig getan um das Bauen eines ursprünglich vorgesehenen Zwingers voranzubringen. Sie hat sich trotz Rückfragen den Studenten gegenüber nicht zu den Geschehnissen/ Vorwürfen geäußert. Dieses Verhalten spricht Bände….
Kann es denn sein, dass ein Ort der Lehre und Bildung junger Menschen für derartige Grausamkeiten steht. Was möchte man den jungen Menschen dort beibringen. Das Griechenland als Wiege Europas in Sachen Tierschutz im Mittelalter stecken geblieben ist. Griechenland hat fortschrittliche Tierschutzgesetze – nur sie sind das Papier nicht wert auf dem sie stehen, wenn sich niemand daran hält!
Wichtig wäre aber alleine schon, dass die Griechen erkennen, dass ihre Taten bis in die EU-Nachbarländer dringen und dort auf Unverständnis und Entsetzen stoßen.
Bitte beschweren Sie sich bei der EU, beim Tourismusbüro und bei weiteren griechischen Organisationen:
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr/Beschwerde Tourismus:
http://www.gnto.gr/pages.php?pageID=921&langID=5
Griechische Botschaft Berlin
pressinfo@griechische-botschaft.de
Adresse für Protestschreiben gegen Tierquälerei in der EU in Brüssel:
Commissioner for the Environment
European Commission
DG Environment
Rue de la Loi 200 ( Berl 11/112 )
B – 1049 Brussels
Belgien
Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt. Mahatma Gandhi
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